Schon zu Anfang des Jahres ging es durch die Presse: Auch die Deutsche Telekom und RWE steigen in den Markt für Mikro-BHKW (Blockheizkraftwerke), sogenannter “virtueller” Kraftwerke, ein.

Der Bonner Konzern bietet dazu ab sofort ein Komplettpaket für private Betreiber an, das den Einbau und die Wartung des Mikro-BHKW, die Fernsteuerung für den Energieversorger sowie einem Webportal für den Immobilienbesitzer beinhaltet.

Ein Mikro-BHKW besteht im Kern aus einem Motor, der sowohl Warmwasser als auch Strom liefert. Verbraucht der Kunde seinen Strom vor Ort, entlastet er damit das Netz und vermeidet Leitungsverluste. Energieversorger greifen zusätzlich via DSL-Leitung oder über eine gesicherte Mobilfunkleitung auf die kleinen Haus- Kraftwerke zu. So bilden diese eine stille Reserve für Zeiten, in denen erneuerbare Energien ggf. zu wenig Strom liefern. Viele kleine, dezentrale Anlagen bilden nach diesem Muster ein großes, virtuelles Kraftwerk.

Der Bund fördert den privaten Betreiber:

Immobilienbesitzer, die sich für ein Mini/Micro-BHKW interessieren, können außerdem von staatlichen Fördermitteln profitieren. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nimmt Förderanträge für Mini und Mikro-BHKW entgegen. Das BAFA bezuschusst Anlagen einmalig mit 3.450 Euro. Auf diese Weise will die Bundesregierung den Anteil der hoch effizienten Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung deutlich steigern. Das Angebot realisiert die Deutsche Telekom zusammen mit der Motoren-AT GmbH, die die BHKW herstellt, und dem Unternehmen GreenCom Networks, das für die Energie-Kommunikation zuständig ist.

Aber die Telekom ist längst nicht das einzige Unternehmen das diesen neuen Absatzmarkt in die eigene Unternehmensstruktur als zusätzliches Angebot aufnehmen will:

Auch die RWE Effizienz steigt in Zusammenarbeit mit Vaillant Deutschland in den Markt für die dezentrale Energieversorgung von Privatkunden ein. Angeboten wird dabei eine HomePower Mikro-KWK-System genannte Anlage. Dazu gehören ein Vaillant ecoPOWER 4.7 Blockheizkraftwerk sowie eine von RWE entwickelte ControlBox, die das Energiemanagement für den Kunden übernimmt. Die Anlage soll nach dem Strom- und Wärmebedarf des Kunden gesteuert werden. Insgesamt lasse sich auf diese Weise der Gesamtenergieverbrauch eines kleinen bis mittleren Gebäudes um mehr als ein Drittel verringern und der CO2-Ausstoss im Betrieb um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Dem Markt der Mini/Micro BHKW werden von führenden Wirtschaftsinstituten kurzfristig bis hin zu 2020 zweistellige Wachtumsraten prognostiziert, insofern ist das schnelle Engagement der oben genannten Unternehmen leicht nachvollziehbar.

Doch was steckt drin in diesen Anlagen? Das Kernstück, der Motor, bestimmt letztlich die tatsächliche Effizienz eines Mini/Micro-BHKW elementar!

Als Motorenentwickler interessiert es uns primär, welche Art von Motoren in diesen Anlagen stecken, wie effizient arbeiten diese und ist unser eigener, in der Entwicklung stehende KS- Linearmotor auch für diesen Anwendungsbereich von Vorteil und damit besser geeignet als die derzeit in diesem Marktsegment verbaute Technik.

Beide genannten Unternehmen arbeiten nach unseren Recherchen mit der Motoren-AT GmbH als Lieferant unter Einsatz von Kubota-Industrie-Motoren mit liegendem Zylinder, 330ccm Hubraum, Leistung 3,5KW bei 2200 U/min, zusammen. Leider konnten wir dazu keine Angaben zum Verbrauch des Motors in den technischen Unterlagen ermitteln. Die Webseite des Herstellers verrät uns aber, dass es sich dabei um mit Flüssiggas betriebene Otto-Motoren handelt. Auch dazu nachfolgend ein weiteres Video:

 

Doch kann die mittlerweile betagte Technik von Otto- und Diesel-Motoren, die letztlich noch aus dem vorherigen Jahrhundert stammt, tatsächlich noch ein ernstzunehmender Lösungsansatz für den Bereich  zunkunftsorientierter Energieversorgung sein, wenn wir dabei den Blick hart auf das Merkmal von deren Effizienz fokussiert haben?

Der Sprecher stellt in oberem Video den Kubota- Motor als “traditionelle” Motorentechnik vor, nun, damit hat er ganz sicher recht.

Der KS-Linearmotor wird nach seiner finalen Entwicklungsphase als innovative Verbrennungsmaschine eine ernstzunehmende Alternative zu der bisher in der Technik von Mini/Micro-BHKW verbauten Antriebstechnologie bilden, sämtliche bisherigten Tests zeigen, dass Otto- Diesel & Co. danach kein Maßstab mehr sein muss.

Quellen: RWE, Telekom, Vaillant, Motoren- AT GmbH, Spiegel online

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1 Kommentar zu „Der Markt für BHKW steigt ransant, doch welche Motoren arbeiten in den derzeitigen Anlagen als Kern?“

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